Neue geistliche Liedtexte zu bekannten Melodien

Diese Lieder können gern in Gottesdiensten und gemeindlichen Veranstaltungen verwendet und dazu auch kopiert werden.

Nur bei Abdruck in Liederbüchern und bei anderer kommerzieller Verwendung bitte vorher den Autor fragen: Markus Rahn, Fontanestraße 46, 35039 Marburg. 

Lieder

Anstelle des traditionellen Sanctus und Agnus Dei

 

Heilig, Herr Gott Zebaoth! 
Heilig, Herr der Himmelsheere!
Starker Helfer in der Not!
Himmel, Erde, Luft und Meere
sind erfüllt von deinem Ruhm;
alles ist dein Eigentum.

(Text: Ignaz Franz, EG 331,3)

 

Christus, Lamm Gottes,
du trägst unsre Sünden,
lässt unsre Herzen
bei dir Frieden finden.
Du hast dich für uns
in den Tod gegeben,
damit wir leben.

(Text: Markus Rahn 2013, Melodie: Herzliebster Jesu, EG 81)

 

Über die Liebe als Ursprung, Weg und Ziel
zur Melodie von „Wer nur den lieben Gott lässt walten“, EG 369

 

Aus Gottes Liebe kommt das Leben,
aus diesem Grund sind wir gemacht.
Schon lang, bevor es uns gegeben,
hat Gott an dich und mich gedacht.
Er hat uns liebend angesehn
und ließ mit Freude uns entstehn.
 

In Liebe sind wir ganz geborgen,
sie hält und trägt uns allezeit.
Sie weckt uns freundlich jeden Morgen,
und tröstet uns in allem Leid,
hüllt uns wie eine Decke ein,
umstrahlt uns wie der Sonnenschein.
 

Durch uns will Gottes Liebe fließen
zu Mensch und Tier, zur ganzen Welt.
Wie Wasser lässt sie Gutes sprießen
dort, wohin unser Gott uns stellt.
Sie wandelt dürren Wüstensand
in schönes, sattes, grünes Land.
 

Am Ende steht mit offnen Armen
Gott selbst an unsrer Lebenstür.
Und voller Liebe und Erbarmen
spricht er dann zart mit dir und mir.
Er lädt uns ein zu sich nach Haus
und führt ins Weite uns hinaus.
 

(Markus Rahn 2017)

Ein Trauerlied nach der Melodie von Amazing Grace

 

Das Leben kommt aus Gottes Hand, 
kein Tag wird ohne ihn, 
er segnet und beschenkt uns reich, 
bis wir zum Himmel ziehn.
 

Der Weg führt auch durch Leid und Not, 
Versuchung und Gefahr, 
doch ist in jedem finstren Tal 
die Hilfe Gottes nah.
 

Der Tod ist eine letzte Tür, 
durch die wir schließlich gehn, 
hinein in Gottes neue Welt 
wo wir uns wiedersehn.
 

Dort wischt Gott alle Tränen ab, 
beendet jeden Schmerz, 
spricht heilend, klar und liebevoll 
mit uns von Herz zu Herz.
 

Dann treten wir in helles Licht 
und tiefen Frieden ein
und werden von der Gnade Gottes
überwältigt sein.

 

(Melodie: Amazing Grace, Text: Markus Rahn, 2018)

 

EG 481, Alternative zur 7. Strophe in gerechter Sprache und ohne Strafen
 

Nun legen wir uns wieder
in Gottes Namen nieder,
kalt ist der Abendhauch.
So wie der Hirt die Schafe
behüt uns Gott im Schlafe
und unsern kranken Nachbarn auch!
 

(Markus Rahn 2010)

 

Mit zusätzlichen Strophen über die christliche Freiheit
 

1. Die Gedanken sind frei,
wer kann sie erraten?
Sie fliehen vorbei
wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wissen,
kein Jäger sie schießen
mit Pulver und Blei:
Die Gedanken sind frei!
 

2. Und sperrt man mich ein
im finsteren Kerker,
das alles sind rein
vergebliche Werke!
Denn meine Gedanken
zerreißen die Schranken
und Mauern entzwei:
Die Gedanken sind frei!
 

3. Der Geist Gottes befreit,
von Glauben getragen,
mit ehrlichem Herzen
kritisch zu fragen,
aus Liebe zur Wahrheit
und Sehnsucht nach Klarheit,
von Ängsten befreit,
zum Denken bereit.
 

4. Der Geist Gottes befreit
zum segnenden Leben,
er macht uns bereit,
von Herzen zu geben,
vertreibt jede Enge,
besiegt alle Zwänge,
ich bleibe dabei:
Der Geist Gottes macht frei.
 

5. Der Geist Gottes befreit
uns, Wege zu finden,
das Böse mit Gutem
zu überwinden
durch Worte und Taten
durch Beten und Warten,
wodurch es auch sei,
der Geist Gottes macht frei.
 

(Strophe 1-2 um 1800, Strophe 3-5 Markus Rahn 2011)

 

 

Amazing Grace in deutscher Übertragung
 

Amazing grace! - how sweet the sound - 
That saved a wretch like me! 
I once was lost, but now I am found, 
Was blind, but now I see. 
 

Die Gnade überwältigt mich, 
mit der mich Gott beschenkt, 
dass er, der alles von mir weiß,
nur Gutes von mir denkt. 
 

Ich war vollkommen blind für Gott, 
hab nichts von ihm gespürt, 
die Gnade hat mich sehn gelehrt 
und mich zu ihm geführt. 
 

Die Gnade hat mir klar gemacht, 
dass ich ein Sünder bin, 
und hat dann meinen Blick gelenkt 
allein zu Jesus hin. 
 

Ich weiß von Schmerzen, Leid und Not, 
Versuchung und Gefahr, 
es ist die Gnade, die mich trägt 
und tröstet wunderbar. 
 

Wenn hier mein Weg zu Ende geht 
und alle Kraft entflieht, 
dann wird es Gottes Gnade sein, 
die mich an sein Herz zieht. 
 

Und nimmt Gott uns am Ziel der Zeit 
in seine Welt hinein, 
dann werden wir vom Gnadenstrom
neu überwältigt sein. 
 

When we've been there ten thousand years, 
Bright shining as the sun, 
We've no less days to sing God's praise 
Than when we'd first begun.
 

(Englisch: John Newton; deutsch: Markus Rahn 2008)

 

Das urchristliche Lied aus Philipper 2,6-11 in neuer Form, zu singen nach der Melodie von EG 37, „Ich steh an deiner Krippen hier“


Er war Gott selbst in allem gleich,
ihm wie ein Sohn verbunden,
an Glück und Frieden überreich
hat er sich dort befunden.
Das alles ließ er hinter sich,
um Mensch zu werden freiwillig:
Er tat’s aus reiner Liebe.
 

Er kam zur Welt als kleines Kind,
von einer Frau geboren,
in allem war er, wie wir sind,
und wirkte fast verloren,
bedeutungslos am Rand der Welt,
weit weg von Größe, Macht und Geld
war er in seiner Liebe.


Er lehrte, heilte, segnete
trotz Widerstands und Spottes.
Wer immer ihm begegnete,
war für ihn ein Kind Gottes -
vielleicht verloren und verirrt,
jedoch ein Schaf des guten Hirt,
so sah er ihn in Liebe.


Sogar in größter Angst und Not
ist er bei uns geblieben,
er hörte selbst im Kreuzestod
nicht auf mit seinem Lieben.
Er gab sein Leben willig hin
und traute auf den tiefen Sinn
des Glaubens und der Liebe.
 

Dann rief der Vater ihn zurück
ins Licht und helle Leben,
um durch ihn Hoffnung, Trost und Glück
der ganzen Welt zu geben.
Noch können‘s viele nicht verstehn,
doch einmal werden alle sehn:
Zuletzt siegt Jesu Liebe. 

 

(Markus Rahn 2018)

 

Zur Melodie: „Eine Insel mit zwei Bergen“

 

Auf dem Feld stehn die Karotten
und ein Apfelbaum dazu,
süße Beeren sind am Reifen
und dahinten muht ´ne Kuh.
Wer hat das denn bloß geschaffen,
wer hat sich das ausgedacht?
Menschen, Tiere, Pflanzen, Erde
hat der liebe Gott gemacht!
 

Bienen sammeln fleißig Honig,
Kühe geben frische Milch,
Schafe lassen Wolle wachsen
und die Milch - die trinkt der Knilch.
Auf den Pferden kann man reiten
und die Blumen blühen bunt.
Hühner legen leckre Eier,
Kräuter machen dich gesund.


Kinder pflücken rote Äpfel,
Väter pressen Trauben aus,
Mütter sind am Pflaumenernten,
alles bringen sie nach Haus.
Lieber Gott, wir wolln dir danken,
dass du uns so reich beschenkst
mit so vielen guten Sachen
und in Liebe an uns denkst.
 

Wolken, Sonne, Berge, Flüsse,
Pilze, Quellen und das Meer,
Vögel, Palmen, Sand und Sterne
und der große Grizzly-Bär,
Wale, Wälder, Wind und Hühner,
Schmetterling und Nagetier
und wir Menschen noch dazu,
das alles kommt, o Gott, von dir.

 

(Hannah Stahlhut und Markus Rahn 2016)

 

Ein Lied über den Glauben, zu singen nach der Melodie von EG 66 („Jesus ist kommen“)

 

Glauben, das heißt: mit dem Herzen zu sehen,
offen für Gott und sein Wirken zu sein.
Glauben, das ist: betend weiter zu gehen,
tiefer in Gottes Geheimnis hinein,
mehr zu erfahren, zu spürn, zu verstehen.
Glauben, das heißt: mit dem Herzen zu sehen.

 

Glaube ist Kraft, er verleiht Adlersschwingen,
füllt unsre Seele mit Freude und Licht!
Trägt uns durch Nöte, hilft in allen Dingen.
Glaube gibt Hoffnung und weitet die Sicht.
Glaubenden Menschen lässt Gott es gelingen.
Glaube ist Kraft, er verleiht Adlersschwingen.


Glaube ist Treue und tiefstes Vertrauen.
Glaube ergreift Gottes freundliche Hand,
freut sich, auf ewige Güte zu bauen,
gibt sich ganz hin mit Gefühl und Verstand,
will in die Augen des Liebenden schauen,
Glaube ist Treue und tiefstes Vertrauen.


Glaube ist frei, nur in Liebe gegründet,
kennt keine Furcht, kein Gesetz, keinen Zwang.
Dies ist der Weg, auf dem dein Herz Gott findet,
der sich dir zart offenbart lebenslang.
So hat es Jesus gezeigt und verkündet:
Glaube ist frei, nur in Liebe gegründet.


(Markus Rahn, 2020)

Ein neues Glaubensbekenntnis
 

Wir glauben an Gott,
der Liebe ist,
der Himmel und Erde gemacht hat
und uns Menschen nach seinem Bild.
 

Wir glauben an Jesus Christus,
seinen Sohn, unseren Herrn,
den Messias der Armen,
den Heiland der Kranken,
den Freund der Sünder,
der Liebe gelebt hat
bis zum Tod am Kreuz.
Durch sein Sterben
hat er dem Bösen
die Macht genommen.
Er ist auferstanden.
Er lebt und ist jeden Tag bei uns.
 

Wir glauben an den Heiligen Geist,
der uns mit Kraft erfüllt,
Gottes Liebe in die Welt zu bringen.
Er vereint uns mit Menschen aus allen Völkern zu seiner Kirche.
Er schenkt uns
und der ganzen Schöpfung
die lebendige Hoffnung
auf das ewige Leben.

Amen.

 

(Markus Rahn 2004)

 

EG 331 mit Strophen über die Freiheit und das allgemeine Priestertum
 

1. Großer Gott, wir loben dich,
Herr, wir preisen deine Stärke.
Vor dir neigt die Erde sich,
und bewundert deine Werke.
Wie du warst vor aller Zeit,
so bleibst du in Ewigkeit.
 

2. Danke, dass du uns befreist
von Gesetzlichkeit und Enge,
und durch deinen guten Geist
Höhe, Tiefe, Weit’ und Länge
deiner Liebe in uns legst,
uns nach deinem Bilde prägst.
 

3. Du lädst uns mit Freude ein,
königlich vor dir zu wandeln,
Licht und Salz der Welt zu sein,
priesterlich in ihr zu handeln
und prophetisch zu verstehn,
wo die Segenswege gehn.
 

4. Reichlich rüstest du uns aus,
schenkst uns Gaben und Ideen
lädst uns ein, an deinem Haus,
mit zu bauen und zu sehen,
wie die Kirche neu erblüht,
und dein Werk durch uns geschieht.
 

(Strophe 1, Ignaz Franz 1768, Strophen 2-4 Markus Rahn 2005)

 

Zwei zusätzliche Strophen zum Lied „Wenn die wilden Winde stürmen“
 

Mag es draußen noch so dunkel, kalt und regnerisch sein,
machen wir´s uns doch gemütlich beim Tee im Kerzenschein.
||: Wissen uns geborgen bei dem, der uns herzlich liebt 
und uns immer neue Zeichen seiner Gegenwart gibt. :||
 

Auch das Menschenleben neigt sich einmal zum Ende hin.
Wenn wir dort sind, aber zeigt sich: Es ist ein Neubeginn!
||: Denn dann treten wir in Gottes Licht und Herrlichkeit,
vor uns liegt die neue Schöpfung, eine Welt, warm und weit. :||
 

(Markus Rahn 2012)

 

Eine Weiterdichtung des bewegenden Liedes von Gerhard Tersteegen, EG 617


Ich bete an die Macht der Liebe,
die sich in Jesus offenbart.
Ach, dass ich wach und offen bliebe
für seine treue Gegenwart.
Ich will, anstatt an mich zu denken,
ins Meer der Liebe mich versenken.
 

Ich bete an den Jesusnamen,
aus dem die Liebe Gottes scheint,
ich berge mich in seinen Armen:
Bei ihm bin ich mit Gott vereint.
Er hebt mich hoch aus allem Leide,
hinauf ins Licht und in die Freude.


O Jesus, präge deine Liebe
in unser Herz und Handeln ein.
Dass nichts mehr unsre Liebe trübe,
lass unser Wunsch und Streben sein.
Im Wort, im Werk, in allem Wesen,
sei immer mehr von dir zu lesen.
 

(Gerhard Tersteegen 1757, Markus Rahn 2020)

Tauflied zur Melodie von EG 369 (Wer nur den lieben Gott lässt walten) und EG 200 (Ich bin getauft auf deinen Namen)


Ich bin getauft in Gottes Namen,
ins Meer der Liebe eingetaucht,
hinein in Güte und Erbarmen
und alles, was die Seele braucht,
um leicht zu werden, frei und weit -
hier will ich leben allezeit.


In Gott möcht ich mich ganz versenken
mit allem, was ich war und bin.
Mein Fühlen, Sehnen, Wollen, Denken,
Körper und Seele geb ich hin.
Ich lege mich in Gott hinein,
tauche in seinen Frieden ein.


Die Güte ströme auf mein Leben,
die ich bei Jesus spür und seh.
Von allen Seiten sanft umgeben
möge sie mich, wo ich auch geh.
Und weiter fließe sie von mir
zu allen Wesen, Mensch und Tier.


Im Geist des Schöpfers, seiner Nähe,
werde ich fröhlich, stark und still,
weil ich dort nichts als Liebe sehe,
die ohne Ende Gutes will.
Wie wunderbar mich Gott umfängt,
ja, überreich bin ich beschenkt!


(Markus Rahn 2020)

Neue Strophen zur Melodie von „Gott ist die Liebe“

In Gottes Liebe
sind wir geborgen
Gott ist die Liebe,
er liebt auch mich.

Drum sag ich‘s noch einmal:
Gott ist die Liebe,
Gott ist die Liebe,
er liebt auch mich.


Die Liebe Gottes
heilt meine Wunden,
die Liebe Gottes
stillt meinen Schmerz.
Drum sag ich’s noch einmal …

Die Liebe Gottes
erfüllt mein Leben.
Die Liebe Gottes
berührt mein Herz.
Drum sag ich’s noch einmal …

Nach der Melodie des Spirituals „Kum ba yah“


Komm zu uns, o Gott, komm zu uns,
komm zu uns, o Gott, komm zu uns,
komm zu uns, o Gott, komm zu uns,
o Gott, komm zu uns!

Manchmal weinen wir: Komm zu uns.
Manchmal weinen wir: Komm zu uns.
Manchmal weinen wir: Komm zu uns,
o Gott, komm zu uns!

Manchmal beten wir: Komm zu uns.
Manchmal beten wir: Komm zu uns.
Manchmal beten wir: Komm zu uns,
o Gott, komm zu uns!

Manchmal singen wir: Du bist da.
Manchmal singen wir: Du bist da.
Manchmal singen wir: Du bist da,
o Gott, du bist da!

 

Deutsche Version zum Lied „May the Lord send angels“, EG plus 36 
 

Mögen Gottes Engel dich treu und sicher führn. 
Möge Gottes Hand dich zart berührn. 
Mögen gute Mächte dich schützen und umhülln. 
Möge Gottes Friede dein Herz erfülln. 

 

Könnte ich nur deine Nähe spürn, 
deinen Trost in meiner Seele hörn. 
Ich seh meine  Kräfte schwinden,
merk, dass meine Hoffnung bricht, 
bete: Gott, entzünde in mir neues Licht.
 

Hielte mich nur eine starke Hand. 
Fände ich doch festen, sichren Stand. 
Wie ein Boot in Sturm und Wellen 
treibe ich auf offnem Meer - 
hilf mir glauben, dass du immer nah bist, Herr! 

 

(Text: Markus Rahn 2018)

 

Nach der Melodie des Spirituals „Nobody knows the trouble I have seen“
 

Niemand versteht die Traurigkeit in mir,
das kann nur einer: Jesus.
Niemand versteht die Traurigkeit in mir
als alleine Jesus.
 

Mal geht’s mir gut,
mal geht’s mir schlecht,
o mein Gott,
dann scheint das Leben ungerecht,
o mein Gott.
 

Ich glaube fest:
Du bist bei mir,
o mein Gott.
Was auch geschieht, ich traue dir,
o mein Gott.

 

Zur Melodie von EG 116 „Er ist erstanden“
 

Den Tod besiegt hat Jesus, der Herr,
er ist lebendig, nichts hält ihn mehr.
Ebenso werden wir auferstehn
und selbst den Auferstandenen sehn.
Wir loben fröhlich den Herrn, unsern Gott,
der uns errettet aus Leid, Not und Tod,
sein Reich des Friedens kommt schon in Sicht,
das Dunkel weicht dem strahlenden Licht.
 

Der Engel sagte: Fürchtet euch nicht!
Freut euch am Morgen, der nun anbricht.
Kommt her und seht: Das Grab ist jetzt leer,
der Tod hat künftig keine Macht mehr.
Wir loben unseren Gott, der uns liebt,
und jede Sünde für immer vergibt.
Gnade ist größer als das Gericht.
Vor uns liegt Liebe, Leben und Licht.


Er wurde Mensch und ging in den Tod,
obwohl er Herr ist, Schöpfer und Gott.
So tief hat er sich zu uns geneigt
und grenzenlose Liebe gezeigt.
Wir loben Jesus und freun uns auf ihn,
während wir auf seinen Himmel zuziehn.
Was es auch sein mag, das uns bedrängt,
ewiges Leben ist uns geschenkt.
 

Sagt`s allen weiter in unsrer Welt,
dass Jesus lebt und dass er Wort hält:
Dass er auf zarte, liebende Art
dem, der ihn sucht, sich selbst offenbart.
Wir öffnen Jesus Gefühl und Verstand,
und machen ihn gern den Menschen bekannt,
der uns mit seiner Liebe beschenkt
und jeden Augenblick an uns denkt.


Jesus lebt heute! Halleluja!
An jedem Tag ist er uns ganz nah.
Niemand und nichts ist stärker als er,
Jesus, der auferstandene Herr!
Wir loben Jesus und trauen auf ihn,
vor dem die Mächte der Finsternis fliehn,
Ja, Jesus lebt, es ist wunderbar.
Wir singen fröhlich: Halleluja!
 

(Markus Rahn 2013)

 

Zu singen nach der Melodie des Lummerlandliedes „Eine Insel mit zwei Bergen"

 


Eine Schule mit vier Wänden, 
oben hat sie auch ein Dach, 
drinnen sitzen viele Kinder 
und sind hoffentlich ganz wach, 
denn da kommt auch schon zu ihnen 
eine liebe Lehrerin (oder: ein ganz lieber Lehrer hin) 
und hat so viel gute Dinge 
in der Tasche und im Sinn.
 

Kommt, wir gehen in die Schule, 
ich bin schon total gespannt, 
was wir heute alles lernen 
mit dem Kopf und mit der Hand: 
Schreiben, Lesen, Rechnen, Basteln, 
Singen, Tanzen, Musiziern 
und auch manchmal stille werden 
und uns richtig konzentriern.

 

Alle Kinder sind verschieden, 
das ist überhaupt nicht schlimm. 
Manchmal kann man etwas besser, 
manchmal kriegt man was nicht hin. 
Lasst uns doch einander helfen, 
machen wir einander Mut! 
So kommt jeder von uns weiter 
und es geht uns allen gut.

 

Lieber Gott, wir danken dir, 
dass wir heut in die Schule gehn. 
Lass uns immer mehr begreifen 
und von unserer Welt verstehn. 
Öffne uns die Augen, Ohren, Herzen 
und auch den Verstand, 
dass wir sehen: Unser Leben 
ist Geschenk aus deiner Hand. 

 

Markus Rahn, August 2016

 

Ein Trauerlied zur Melodie von „Morning has broken“
 

Unsere Augen sind voller Tränen,
unsere Herzen fühlen sich leer.
Abschied zu nehmen und loszulassen,
fällt unsrer Liebe unsagbar schwer.
 

In unsrer Trauer spiegelt sich Schönheit,
Reichtum des Lebens, der uns geschenkt.
Im Hell und Dunkel unserer Jahre
spüren wir Gnade, die uns umfängt.
 

Auf tiefe Nacht folgt bald heller Morgen,
nach dieser Welt kommt Neues in Sicht.
Wir sind geschaffen als Gotteskinder,
am Ziel empfängt uns Liebe und Licht.
 

(Markus Rahn 2018)

 

Eine veränderte erste Strophe, die das ganze Jahr gesungen werden kann (EG 65, EG plus 6)
 

Von guten Mächten treu und still umgeben, 
behütet und getröstet wunderbar, 
so können wir in tiefem Frieden leben 
und sicher sein: Gott ist uns immer nah.
 

(Markus Rahn 2018)

Nach der Melodie EG 225, Komm, sag es allen weiter
 

Geht, ruft es auf den Bergen,
singt es hinein in jedes Tal,
sagt: Jesus ist geboren -
in Bethlehem im Stall!


Im Freien bei den Schafen,
sind Hirten in der Nacht,
sie wollen gerne schlafen,
doch halten sie die Wacht.
 

Ein Licht und helles Singen
umgibt die Hirten dann,
ein Engel spricht zu ihnen
und weist sie alle an:
 

Sie sehen, dass es wahr ist:
da liegt ein Kind im Stroh,
sie spüren, dass Gott nah ist,
und singen frei und froh:


(Markus Rahn 2017)

 

„Wind in the Willows“, das auf überraschende, poetische Weise von einer Begegnung mit dem dreieinen Gott erzählt.


Ich ging über Land
eines Morgens im Mai,
da traf ich auf Wandrer,
es war’n ihrer drei.
Ein bärtiger Mann,
eine Frau und mit ihr
ging ein fröhlicher Jüngling.
Der sagte zu mir:


Über uns blauer Himmel,
in den Weiden der Wind,
warm umstrahlt uns die Sonne,
wo immer wir sind.
Sieh hier: Brot und Fische,
wir haben genug,
um mit allen zu teilen,
auch Wein aus dem Krug.


Gleich breiteten sie
einen Mantel als Tisch,
wir setzten uns nieder
zu Wein, Brot und Fisch.
Sie sprachen vom Himmel
und von dieser Welt
und Gott, der das Ganze
in seiner Hand hält.


Ich fragte nach Herkunft,
nach Namen und Ziel.
Sie lachten und sagten:
Der Namen sind viel.
Wir sind, die wir sind,
und dort, wo man uns lässt,
ist unser Zuhause,
beginnt unser Fest.


Wir gehn zu den Menschen,
kein Weg ist zu weit,
von ihnen zu hören
ihr Glück und ihr Leid.
Wir ziehn durch die Welt,
jeden Ort, den es gibt,
um allen zu sagen:
Auch ihr seid geliebt!

 

(Markus Rahn, 2019)

Ein Trauerlied nach der Melodie von „Nehmt Abschied, Brüder“, EGplus 151



Wir nehmen Abschied
und vertrauen dich der Liebe an,
die uns im Leben und im Tod
alleine halten kann.
 

Der Himmel wölbt sich übers Land,
wo immer wir auch gehn.
Wir sind in Gottes guter Hand,
bis wir uns wiedersehn.

 

Was bleibt von dem, was einmal war?
Wird alles jetzt zu Schmerz?
Die Liebe bleibt, sie wächst sogar,
beflügelt unser Herz.
Der Himmel wölbt sich …
 

Was alles haben wir erlebt
von Sturm bis Sonnenschein,
Erfolg, Versagen, Glück und Leid,
all das weiß Gott allein.
Der Himmel wölbt sich …
 

Manch Weg erscheint uns unvollendet,
Sehnsucht ungestillt –
Gott schenkt uns, dass sich unser Leben
bei ihm ganz erfüllt.
Der Himmel wölbt sich …
 

Geheimnisvoll der Lebensfluss,
hier reißend und dort still -
vom Quellgrund bis zum weiten Meer
führt Gott ihn selbst ans Ziel.
Der Himmel wölbt sich …

 

(Text: Markus Rahn 2018)

 

Ein Abschiedslied nach der Melodie von „Nehmt Abschied, Brüder“, EGplus 151

 

Wir nehmen Abschied,
ist`s auch Nacht –
uns leuchtet ew`ges Licht;
und der uns dieses Licht gebracht,
verlässt die Seinen nicht.
In ihm ist unsre Einigkeit,
in ihm sind wir uns nah;
wie Reben hängen wir an ihm.
Er kommt! Maranatha!
 

Wir nehmen Abschied,
ist`s auch Nacht,
das Ziel ist uns bekannt:
Wir gehen durch die Wüste hin
bis ins Gelobte Land.
Drum wendet nicht den Blick zurück,
blickt vorwärts und sagt Ja
zu Jesus, der da war und ist
und kommt: Maranatha!
 

Wir nehmen Abschied,
ist`s auch Nacht,
in ihm wolln wir uns freun
und ohne Sorge, ohne Angst
voll Lieb und Glauben sein.
Wenn einer von uns müde wird,
ist doch der andre da
und singt und betet unbeirrt:
Er kommt! Maranatha!
 

(Text: Wolf Rahn; seine ursprüngliche Version begann mit der traditionellen Formulierung  „Nehmt Abschied, Brüder“; „Maranatha“ ist ein biblischer Ruf in der aramäischen Sprache der ersten Christen und bedeutet „Unser Herr kommt“.)

 

Ein neuer Text zum gleichnamigen Lied von Anton Schulte

Zachäus war ein kleiner Mann,
der wollte gern Jesus sehn.
Darum stieg er auf einen Baum,
unter dem blieb Jesus stehn,
unter dem blieb Jesus stehn.


Er blickte freundlich hoch und bat
den Zöllner dort auf dem Ast:
Zachäus, komm ganz schnell herab,
denn ich wäre gern dein Gast,
denn ich wäre gern dein Gast.


Zachäus war ein reicher Mann
durch Lug und Betrug und List.
Von Jesus hat er dann gelernt,
wer tatsächlich glücklich ist,
wer tatsächlich glücklich ist.

 

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